Rennradfahren ist ein effektives Fitnessprogramm

Anfänger erleben rasch beeindruckende Leistungssteigerungen

Das Rennrad wird bei Freizeitsportlern immer beliebter. Anfänger erzielen rasch Leistungssteigerungen, ohne die Gelenke zu sehr zu belasten. @ Andreas Gillner

Von Bettina Levecke

Frankfurt/Main. Jan Ulrich, Lance Armstrong oder der dänische Radprofi Michael Rasmussen: Die Radrennsportszene erlebt einen Dopingfall nach dem nächsten. Während das Image des Spitzensports leidet, gewinnt das Rennrad im Breitensport immer mehr an Beliebtheit.

"Rennradfahren ist ein sehr effektives Fitnessprogramm", sagt Alexander Theis, Trainer beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Schon innerhalb kurzer Zeit erleben Anfänger auf dem Rad beeindruckende Leistungssteigerungen. "Und das, ohne wie beim Joggen die Gelenke zu sehr zu strapazieren." Anfänger sollten jedoch nicht einfach so loslegen, sondern einige wichtige Tipps beachten.

Schatzsuche: Anfänger und das passende Fahrrad

Im Internet gibt es bei Discountern, Auktionshäusern oder im Kleinanzeigenmarkt oft Schnäppchen. Aber Theis warnt: "Es ist für Anfänger so gut wie unmöglich, dabei das passende Modell zu finden." Entscheidend für den sportlichen Erfolg und das Wohlgefühl sei es, dass Rahmenhöhe, Vorbau- und Steuerrohrlänge zu den individuellen Körpermaßen passen. "Das muss man im Fachhandel genau ausmessen lassen und Probe sitzen." Gerade bei Anfängern sei es zum Beispiel wichtig, dass der Lenker höher als bei Profis gesetzt wird, um eine Überstreckung des Rückens zu vermeiden. "Wer zum ersten Mal Rennrad fährt, wird sich in der tiefen Position nicht wohlfühlen."

900 bis 1200 Euro müssen Anfänger für ein neues Rennrad auf die Ladentheke legen. Dazu kommen die Kosten für einen Helm, eine gepolsterte Radhose, Handschuhe und eine Trinkflasche. "Ich empfehle auch, gleich Klickpedale und passende Schuhe zu kaufen", rät Theis. "Das Fahren mit den Klickpedalen spart Kraft und macht den Tritt effektiver. Es ist deshalb sinnvoll, sich diese Technik gleich zu Beginn anzugewöhnen." Auch wenn sich die Kosten auf diese Weise insgesamt auf bis zu 1500 Euro belaufen, lohnten sich die Investitionen: "Nur mit dem richtigen Equipment macht das Rennradfahren dauerhaft Freude."

Langsam mit dem Training anfangen

Die ersten Runden mit den ungewohnten Klickpedalen sollten Anfänger in einer verkehrsberuhigten Zone oder auf einem Parkplatz drehen, empfiehlt Theis. "Mindestens einmal legt sich dabei jeder auf die Nase." Auch die erste größere Tour sollte nicht an Hauptverkehrsstraßen entlangführen, um zunächst ein Gefühl für das Rad und die schnelle Fortbewegung zu bekommen. "Am besten ist eine entspannte Fahrt auf Straßen mit wenig Verkehr und geringen Höhenunterschieden." Mit einer bis zwei Stunden Training seien Anfänger gut bedient. Der Experte rät: "Fahren Sie in den ersten zwei Monaten nur so schnell, dass Sie sich noch dabei unterhalten könnten." Zwischendurch könnten schnellere Intervalle gefahren werden. "Aber bitte nicht länger als 5 bis 10 Minuten", sagt der Trainer. Wer zwei- bis dreimal wöchentlich auf den Sattel steige, werde schon innerhalb von sechs bis acht Wochen beachtliche Leistungssteigerungen bemerken. "Viele Anfänger können nach drei bis vier Monaten Training ihr erstes Volksrennen mitfahren."

Der Körper signalisiert seine Grenzen

Wer mit dem Rennrad unterwegs ist, verbrennt viel Energie. Deshalb ist es wichtig, vor, während und nach der Fahrt viel zu trinken. Wenn die Muskeln in den Beinen brennen und die Lunge pfeift, signalisiert der Körper seine Grenzen. "Dann ist man schon zu weit gegangen", warnt der Experte. Überforderung, sagt Theis, ist gefährlich: "Wenn man zu hart fährt, schwächt man das Immunsystem und leidet häufiger unter Erkältungen."

Wer regelmäßig Sport treibt und unter 40 Jahre alt ist, könne in der Regel problemlos auf das Rennrad umsteigen. "Wer allerdings lange keinen Sport mehr gemacht hat, sollte sich erst mal beim Arzt durchchecken lassen, um potenzielle Risiken auszuschließen."

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