Trotz Extremjahr 2016

Moselwinzer sind mit der Qualität zufrieden

 

© Andreas Gillner

So unterschiedlich wie das Wetter, das 2016 den Winzern einige Kapriolen bescherte, so unterschiedlich fiel auch die Erntebilanz des Moselwein e.V. für das Weinbaugebiet Mosel aus.

Denn: Die Qualität der Trauben, so der Moselwein e.V., ist zwar besser ausgefallen, als der problematische Witterungsverlauf mit Trockenheit, Frost, Starkregen und Hagel es erwarten ließ, dennoch rutschte die Erntemenge 2016 mit 750000 Hektoliter rund sechs Prozent unter den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, die bei 810000 Hektoliter lag. Grund dafür sind die örtlichen und betrieblichen Schwankungen, die von normaler Erntemenge bis zum Totalausfall reichen. 

Verantwortlich für die Ausfälle waren neben den Wetterschwankungen  auch Rebkrankheiten und Schädlinge wobei die Pilzkrankheit Peronospora (Falscher Mehltau), die sich aufgrund des nassen Wetters im Frühjahr und Frühsommer rasant verbreitete und schon vor der Blüte die Reben befiel, zu den Hauptursachen der Ernteausfälle gezählt wird. Daneben sorgte ein witterungsbedingter später Austrieb zu Schäden durch Raupenfraß sowie Frost, Hagel und Starkregen im Mai für weitere Verluste, berichtet Gerd Knebel, stellvertretender Vorsitzender des Moselwein e.V.. Ein anderes Extrem folgte dann Ende des Sommers: Trockenheit und extreme Hitze führten teilweise zu Verlusten durch Sonnenbrand an den Trauben. 

Doch: „Wer die Ernte bis in den Herbst durchbrachte, berichtete Weinbaupräsident und Vorsitzender des Moselwein e.V., Rolf Haxel, wurde mit intensiv aromatischen Trauben mit teilweise hoher Qualität belohnt“. 

So fiel schließlich vor allem bei der Rebsorte Riesling die Erntemenge dann insgesamt größer aus als zunächst geschätzt, da in Teilen des Gebietes volle Erntekontingente erreicht wurden. Der durchschnittliche Hektarertrag beim Riesling liegt bei etwa 90 Hektoliter, beim Elbling bei 110 und beim Müller-Thurgau bei 90 Hektoliter. Deutliche Einbußen müssen die Winzer bei den Burgundersorten hinnehmen, die durchschnittlich 60 bis 70 Hektoliter je Hektar erbrachten.

Groß ist die qualitative Bandbreite der Ernte: Beim Riesling variiert das Mostgewicht je nach Ertrag von 60 bis mehr als 100 Grad Oechsle, bei Müller-Thurgau von 62 bis 80 Grad und beim Elbling von 60 bis 70 Grad. Die Burgundersorten brachten meist zwischen 80 und 105 Grad auf die Mostwaage. Die Säurewerte sind überwiegend moderat bis niedrig. Unabhängig vom Mostgewicht wurde den Trauben überall eine sehr gute, ausgeprägte Aromatik bescheinigt. Kellerwirtschaftlich bereitet der 2016er Most keine Probleme. Für die Verbraucher wird der Jahrgang 2016 von Mosel, Saar und Ruwer also Weine in allen Qualitätsstufen, vom trockenen QbA über Kabinett und Spätlesen bis hin zu Auslesen bieten. Der Anteil der Prädikatsweine dürfte aber geringer ausfallen als im Vorjahr.  

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