VDP-Weinauktion in Trier

Weine für über 1,6 Millionen Euro unter dem Hammer

"Wein ist Passion", sagt VDP Vorsitzender Dr. Carl von Schubert bei seiner Einführungsrede anlässlich der VDP-Weinauktion 2016 im IAT Plaza Hotel in Trier. Dass Weinliebhaber für ihre Passion bereit sind, viel Geld auszugeben, zeigte schließlich das Ergebnis der Versteigerung: 11.201 Flaschen Prädikatswein wurden für eine Summe von 1.620.522 Euro versteigert.

Die Spannung steigt. Bereits im Vorfeld der Versteigerung sammeln sich die Gäste im IAT Plaza Hotel, um die edlen Tropfen zu probieren. Den Katalog und ein Glas in der Hand schreiten Händler und Liebhaber von Stand zu Stand, um ihre Favoriten auszusuchen. Winzerinnen und Winzer stehen für Fragen zur Verfügung. Es wird probiert und informiert. Oft wird Englisch gesprochen, denn viele der angebotenen Weine gehen ins Ausland - nach England, Indien, Russland oder Hongkong. VDP-Weine sind begehrt. Wie begehrt, zeigt die anschließende Versteigerung. Nachdem jeder Wein vom Auktionator Max von Kunow aufgerufen und von den Gästen erneut probiert wird, wetteifern die zugelassenen Kommisionäre um den Zuschlag - nur die Kommissionäre, die von den Händlern und Kunden beauftragt werden, dürfen bieten. Und sie bieten viel. 51,23 Euro bringt beispielsweise eine Flasche Abtsberg Kabinett Jahrgang 2015 vom Weingut Maximin Grünhaus, 451,07 Euro eine Flasche Juffer Sonnenuhr, Auslese lange Goldkapsel Jahrgang 2015 vom Weingut Schloss Lieser. Den Spitzenwert von 10.120,95 Euro erreicht eine 1,5 Liter-Flasche Graacher Himmelreich, Trockenbeerenauslese Jahrgang 2005 vom Weingut Joh. Jos. Prüm aus Bernkastel-Wehlen. Als Max von Kunow nach mehreren Stunden zum letzten Mal seinen Hammer auf das Holz fallen lässt, sind Weine von über 1,6 Millionen Euro verkauft. (Alle genannten Beträge sind Bruttobeträge)

Am Rande der Versteigerung haben die Veranstalter auch an den guten Zweck gedacht. Zugunsten von “Nestwärme“, einem Verein, der sich für Familien mit behinderten, schwer oder unheilbar kranken Kindern einsetzt, kam eine Benefiz-Weinkiste mit 14, von den Winzern handsignierten Flaschen, unter den Hammer. Das Ausgebot lag bei 501 Euro. Ersteigert wurde sie von Günther Jauch für 3500 Euro.

Welche Weine waren die Teuersten?

Eine 1,5 Liter-Flasche Graacher Himmelreich, Trockenbeerenauslese Jahrgang 2005 vom Weingut Joh. Jos. Prüm aus Bernkastel-Wehlen erzielte einen Preis von 10.120,95 Euro. Für die 0,75, l-Flasche wurden 4998 Euro gezahlt und für eine 0,375 l-Falsche immer noch 1874,25 Euro.

Für eine 1,5 Liter-Flasche Scharzhofberger Auslese Goldkapsel Jahrgang 2015 vom Weingut Egon Müller-Schwarzhof aus Wiltingen wurden 3498,60 Euro gezahlt. Ebenfalls einen Spitzenpreis erzielte Weingut Egon Müller-Schwarzhof mit seinem 2015er Kabinett: Für den Schwarzhofberger - Alte Reben wurden 199, 92 Euro pro Flasche gezahlt.

Für 2249 Euro ging eine Auslese Juffer Sonnenuhr lange Goldkapsel, Jahrgang 2015 vom Weingut Fritz Haag aus Brauneberg unter den Hammer.

Wer darf bieten? 

Wer bei der Weinversteigerung dabei sein möchte, muss zunächst für 45 Euro einen der begrenzten und begehrten Tickets erwerben. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.grosserring.de. Die vom Auktionator aufgerufenen Weine werden nur von den anwesenden Kommissionären ersteigert. Wer mitsteigern wöchte, musst sich an einen der Kommissionäre wenden. Im Falle eines Zuschlags, erstellt dieser dann die Rechnung zuzüglich einer Kommission von 5 Prozent und der gesetzlichen Mehrwertsteuer. 

Wann ist die nächste Versteigerung?

Die VDP-Weinversteigerung findet jährlich jeden 3. Freitag im September statt. Die nächste also am 15. September 2017.

Was bedeutet VDP?

VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Gegründet wurde der Verband 1908 als der "Grosse Ring". Heute nennt sich der Verein "VDP.Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer" und zählt 31 Mitglieder.

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