Schnelle E-Bikes brauchen Mindestprofil der Reifen

Nur Fahrräder ohne Motor kommen mit weniger Profil aus

Bremen. Elektrofahrräder mit Versicherungskennzeichen müssen Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens einem Millimeter haben. Auf diese Vorschrift weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen hin. Nur Fahrräder ohne Motor und Pedelecs kommen mit weniger Profil oder sogar profillosen Reifen aus.

Nach Paragraf 36 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) müssen "Luftreifen von Kraftfahrzeugen" mit Profilrillen versehen sein. Pedelecs gelten nicht als Kfz, sondern als Fahrräder, weil ihr Elektromotor mit höchstens 250 Watt Leistung nur beim Mittreten bis 25 km/h Unterstützung leistet.

Was darüber hinausgeht, ist nach StVZO ein Kraftfahrzeug. Das betrifft E-Bikes mit 20 km/h Höchstgeschwindigkeit ohne Tretunterstützung und die schnellen E-Bikes, die erst bei 45 km/h abregeln. Sie leisten bis zu 500 Watt und haben eine Betriebserlaubnis als Leichtmofa oder Kleinkraftrad sowie ein Versicherungskennzeichen. Ihre Reifen müssen eine Profiltiefe von mindestens einem Millimeter aufweisen.

Solche Elektrofahrräder würden von Herstellern mit Fahrradreifen ausgeliefert, die schon im Neuzustand weniger oder kaum mehr als einen Millimeter Profil aufweisen, hat der Fahrradclub beobachtet. "Die Gutachter und die Straßenverkehrsbehörden der Länder achten offenbar nicht darauf, dass die Reifen von schnellen Elektrorädern den gesetzlichen Anforderungen an die Profiltiefe entsprechen", bemängelt der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Durch die normale Abnutzung werde zudem die zulässige Mindestprofiltiefe bald unterschritten - und dann könne es für die Fahrer bei einer Kontrolle teuer werden. Zur Mängelkarte der Polizei komme ein Bußgeld hinzu, das bei Mofa 25 Euro betrage. Die E-Bikes seien aber Kleinkrafträder der Klasse L1e. Ein Verstoß gegen die Profilvorschrift koste bei solchen Kfz 50 Euro und bringe zusätzlich drei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister mit sich.

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