Die Keller sind gut gefüllt

Mosel-Winzer ernten mehr als in Vorjahren

Die Weinlese in den Deutschen Weinbaugebieten ist vorbei, die Trauben gekeltert. Jetzt ziehen die Winzer an der Mosel erste, für sie positive, Bilanz. Denn: Die Erntemenge an Mosel, Saar und Ruwer konnte gegenüber dem Vorjahr um 270 000 Hektoliter auf rund 900 000 Hektoliter gesteigert werden. Ein aufgrund der kleinen Mengen der Vorjahre (auch 2012 fiel die Ernte mit 690 000 Hektoliter deutlich geringer aus), dringend benötigter Erfolg. 

„Der 2014er liegt von der Menge her im langjährigen Durchschnitt. Das bringt unseren Winzern nach zwei kleinen Ernten Entlastung“, sagt Weinbaupräsident Rolf Haxel. Mancher Betrieb habe im laufenden Jahr nicht alle Kunden im gewünschten Umfang bedienen können. 

Dennoch: Trotz des guten Gesamtergebnisses ist die 2014er Erntemenge sehr unterschiedlich ausgefallen. Während vor allem an der Terrassenmosel wesentlich weniger geerntet wurde als erwartet, konnten die Winzer in Teilen der Mittelmosel und im Raum Trier höhere Erträge einbringen.

Der Verlauf der Ernte wurde stark von Witterungsbedingungen beeinflusst. Vor allem der September brachte nicht nur ideale Bedingungen mit sonnigen Tagen, sondern auch ungünstige feucht-warme Phasen. So war der Gesundheitszustand der Trauben das ausschlaggebende Kriterium für den Beginn der Lese. Frühsorten wurden bereits in der ersten Septemberhälfte eingebracht, mit den Rebsorten Müller-Thurgau und Dornfelder begann um den 20. September die Hauptlese. Die Elblingernte startete am 24. September deutlich früher als 2013. Auch bei der Hauptrebsorte Riesling wurden die Erntetrupps früher aktiv als in den Vorjahren um Fäulnis und Mengenverlusten vorzubeugen. Bereits Ende September wurde an der Terrassenmosel mit der Rieslinglese begonnen.  

Im Raum Trier und an der Saar begann die Rieslingernte etwa eine Woche später, um den 5. Oktober. Der Gesundheitszustand der Trauben war aber nicht nur in den Teilregionen unterschiedlich. Selbst im gleichen Weinberg gab es von Rebstock zu Rebstock erhebliche Unterschiede. Für die Winzer bedeutete dies, ihre Rebanlagen permanent zu kontrollieren, um schnell auf die Entwicklung reagieren zu können. Die Erträge in den Weinbergen schwankten je nach Witterungsverlauf erheblich. Während in den Spitzenlagen der Terrassen- und Mittelmosel teils nur zwei Fuder je Hektar geerntet wurden, erreichten Winzer in anderen Teilregionen die Kontingentsgrenzen. Der Riesling war größtenteils bis etwa 20. Oktober eingebracht. 

Hoher Arbeitsaufwand und Fingerspitzengefühl bei der Lese zahlten sich letztlich aus. So konnten die Betriebe Moste vom Qualitätswein bis zu hohen Prädikaten in die Keller bringen. Das Gros der geernteten Weine liegt im Bereich von Qualitätswein bis Spätlese, das durchschnittliche Mostgewicht beim Riesling war 75 Grad Oechsle. Aber auch Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen wurden geerntet. „In allen marktrelevanten Qualitätsstufen sind ausreichend Weine verfügbar“, lautete beispielsweise das Fazit bei den Bischöflichen Weingütern in Trier, dem größten Weingutsbetrieb des Anbaugebietes mit Weinbergen von der Mittelmosel über die Ruwer bis an die Saar. 

Eine zusätzliche Herausforderung brachte das Auftreten der Kirschessigfliege mit sich, die auch an der Mosel erstmals verstärkt auftrat. Vor allem Dornfelder-Anlagen sowie Frühburgunder waren betroffen. Da die Weinberge an Mosel, Saar und Ruwer aber größtenteils mit Weißweinsorten bestockt sind, ist der Einfluss dieses neuen Schädlings im Moselgebiet wesentlich geringer als in den Rotweingebieten. 

Mehr als 90 Prozent der Produktion des 2014er Jahrgangs sind Weißweine. 61 Prozent (550 000 Hektoliter) der Ernte entfallen auf die Rebsorte Riesling, 13 Prozent (rund 120 000 Hektoliter) auf Müller-Thurgau, 6,7 Prozent (61 250 Hektoliter) auf Elbling und knapp 3 Prozent (26 500 Hektoliter) auf Weißburgunder. Rotweine und Rosé bzw. Blanc de noir machen knapp 9 Prozent der Produktion an der Mosel aus. Davon sind vor allem die Rebsorten Spätburgunder mit einem Produktionsanteil von 3,3 Prozent (rund 30 000 Hektoliter) und Dornfelder mit 4,2 Prozent (37 900 Hektoliter) bedeutend. 

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