Gezielte Wärme heilt

Hyperthermie in der Naturheilkunde


Ulrike Schröder, Fachärztin für Innere Medizin und Naturheilverfahren im MVZ Westerwald setzt Hyperthermie als unterstützendes Naturheilverfahren ein.@ Andreas Gillner

Dass Wärme nicht nur gut tut, sondern auch heilt, weiß jeder, der seine Bauchschmerzen schon einmal erfolgreich mit einer Wärmeflasche behandelt hat. Doch bei der Hyperthermie, einer Ganzkörperüberwärmungstherapie oder örtlichen Überwärmungstherapie handelt es sich um mehr als nur oberflächliche Wärme. 

„Wir setzen die so genannte Hyperthermie als unterstützendes Naturheilverfahren ein, beispielsweise bei der Behandlung von Krebserkrankungen“, erklärt Ulrike Schröder, Fachärztin für Innere Medizin und Naturheilverfahren im MVZ Westerwald. Mittels Infrarotstrahlen wird die Körperkerntemperatur auf 38 – 39°C je nach Ausgangskörpertemperatur angehoben. „Wir erzeugen unter kontrollierten Bedingungen ein künstliches Fieber und aktivieren damit die körpereigene Immunabwehr. Hierdurch verbessert sich der Allgemeinzustand der Patienten, es können zum Beispiel Infektanfälligkeit, Erschöpfungen und Schmerzen gelindert werden. Die milde Erwärmung fördert die Durchblutung, verbessert das Allgemeinbefinden und beugt Erkältungskrankheiten vor. „Auch bei der Schuppenflechte wird die Hyperthermie als Begleittherapie zur dermatologischen Behandlung mit Erfolg eingesetzt“, ergänzt Schröder.  

Gezielte Wärmeeinwirkung wurde schon im alten Rom von Hippokrates zur Behandlung eingesetzt und bis heute als Therapieform beibehalten. Heutzutage sind nicht nur die technischen Möglichkeiten größer, sondern vor allem auch das Wissen um den gezielten Einsatz. 

Bei einem weiteren Wärmeverfahren, der so genannten loko-regionären, örtlichen Tiefenhyperthermie werden bestimmte Körperregionen für die Dauer von 60 Minuten auf 40 bis 43 Grad Celsius erwärmt. Diese Therapie kann gezielt bei bösartigen Tumoren auch in Begleitung von Chemotherapie und oder Strahlentherapie eingesetzt werden. Die örtliche Tiefenerwärmung wird durch elektromagnetische Wellen erzeugt, die Tumorzelle verliert durch die Erwärmung die Fähigkeit, sich nach einer Chemotherapie und Bestrahlung eventuell wieder zu erholen. Studien haben gezeigt, dass die Kombination bei vielen Tumoren die Ansprechbarkeit auf Chemotherapie und oder Strahlentherapie verbessert. Es wird eine Wirkungsverstärkung erreicht, so dass Chemo- oder Strahlentherapie bei der Krebsbehandlung bessere Ergebnisse erzielen können als ohne diese Kombination. Die gesunden Zellen werden hierdurch nicht geschädigt.

 

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