Mauritius - wo die Toleranz zuhause ist

Kaum eine Insel erweckt mehr Träume und Erwartungen

Von Doris Schober

Bilder von schneeweißen Stränden, tiefblauem Himmel, Wasserfällen, Teeplantagen, Luxushotels mit glamourösen Pools und Palmen, die in den Himmel wachsen – das Kopfkino präsentiert eine hochklassige, farbenprächtige Vorstellung. Für Honeymooner gilt Mauritius als die erste Wahl für die Flitterwochen. Romantik, erstklassiger Service, Sonnenschein und milde Temperaturen fast rund ums Jahr…. Schlicht: ein paradiesisches Ziel.

Doch auch das Paradies hat „Haken“ – man muss es erobern. Fast 12 Stunden dauert der Flug von Deutschland nach Mauritius. Der 2000 Quadratkilometer große Inselstaat liegt mitten im Indischen Ozean, 4000 Kilometer entfernt von Indien und 1800 Kilometer von der Ostküste Afrikas entfernt. Wer auf Mauritius nach einem fast 12stündigen Flug landet, wird empfangen von tropischer Wärme, einem leichten Wind und liebenswerten Menschen. 

Insel der Toleranz 

Vielleicht liegt es an diesem paradiesischen Zauber, den Mauritius versprüht: Menschen und Religionen vertragen sich. Hindu-Tempel, Kirchen, Moscheen, Pagoden stehen manchmal nur einige Meter voneinander entfernt. Der friedliche Mix der Kulturen und das Verständnis der Mauritier für dieses wertvolle Erbe hat eine Geschichte: Mauritius hat viele Nationen kommen und gehen gesehen. Im 16. Jahrhundert entdeckten Portugiesen die Insel, dann folgten die Niederländer und nach ihnen die Franzosen. Sie brachten Sklaven aus Madagaskar und Afrika mit. Anfang des 19. Jahrhunderts besetzten die Briten die Kolonie. Mit ihnen kamen indische Gastarbeiter und chinesische Fachkräfte. Kein Wunder also, dass Mauritius ein Schmelztiegel verschiedenster ethnischer Gruppen ist. Eine bunte Mischung an Menschen, die sich tolerieren und respektieren, die ihre eigenen Traditionen und Sprache bewahren. Mit der offiziellen Verwaltungssprache Englisch und auch Französisch, das meist in der Oberschicht gesprochen wird, verstehen sich alle Völkergruppen. 

Vielseitigkeit ist Trumpf

So vielseitig wie ihre Geschichte und Nationen ist auch die Landschaft. Vor circa sieben Millionen Jahren entstand der 2000 Quadratkilometer große Inselstaat durch einen Vulkanausbruch, der eine atemberaubende Natur geschaffen hat. Flüsse, die sich ihren Weg durch den Regenwald bahnen, Wasserfälle, Teeplantagen, Traumstrände – die unterschiedlichen Gesichter der Insel wechseln schnell - häufig sind Strand und Urwald nur eine Autostunde voneinander entfernt. Der Norden ist geprägt von Zuckerrohrplantagen, der Südwesten zeigt sich ursprünglich und wild mit Wasserfällen und Dschungel, steilen Schluchten und Klippen. Im Osten leben die Menschen vom Fischfang und Zuckerrohr. Erst in den letzten Jahren lockten die malerischen Sandstrände immer mehr Hotelinvestoren an. Facettenreichtum ist auch kulinarisch angesagt. Die vielen Völkergruppen haben ihren eigenen Geschmack hinterlassen. Hochklassige Restaurants kombinieren französische, mediterrane, chinesische, indische und kreolische Küche zu einer kulinarischen Weltreise. 

Was das Sport- und Ausflugsprogramm anbelangt, ist auf Mauritius fast alles möglich. Spektakulär ist ein Helikopter-Flug über die Insel, bei dem man die geballte Insel-Schönheit bewundern kann: Vulkankrater, tosende Wasserfälle, die siebenfarbige Erde von Chamarel, das satte Grün des Hochlandes, schneeweiße Strände… 

Einige Etagen tiefer kommen Wassersportler auf ihre Kosten: ein unvergessliches Erlebnis ist das Schwimmen mit Delfinen. Frühmorgens, wenn der Indische Ozean noch im silbrigen Dunst glitzert, fahren die Gäste mit einem Motorboot und Guide in das Revier der Delfine an der Westküste. Circa zwei Stunden dauert das Abenteuer, bei dem man immer wieder mit Schnorchel und Flossen in die Welt der Delfine eintaucht.  

Stadt und Natur: Port Luis und Umgebung

Wieder an Land geht die Fahrt mit dem Mietwagen in die Hauptstadt Port Luis unproblematisch. Die  70.000 Einwohner zählende Stadt ist laut und quirlig – nicht unbedingt Kandidatin für einen Schönheitspreis, dennoch sollte man ihr einen Besuch widmen. Von der Festung „Fort Adelaide“ schweift der Blick auf die gesamte Stadt und auch auf die Rennbahn „Champ de Mars“, nach Ascot die zweitälteste Rennbahn der Welt. Immer samstags von Mai bis November herrscht Volksfest-Stimmung auf dem Hippodrom. Internationale Jockeys treiben ihre Rennpferde über die circa 1300 Meter lange Strecke zum Ziel und werden von Tausenden von Mauritiern bejubelt. Ebenfalls bunt und laut geht es auf dem Zentralmarkt. Hier schnuppert man nicht nur afrikanisches Flair, sondern vor allem Düfte von exotischen, fremden Früchten und Gemüsesorten, die kunstvoll in zu Türmen aufgestapelt sind.

Nicht weit von Port Luis entfernt liegt der Botanische Garten Pampelmousses mit über 500 seltenen Pflanzen und imposanten Bäumen. Die Attraktion des Gartens ist der Seerosenteich: die Blätter der Seerosen haben einen Durchmesser von bis zu drei Metern.

Le Morne Brabant – ein Felsen mit tragischer Geschichte

Sehenswert ist die Halbinsel Le Morne im Südwesten von Mauritius. Auf ihr thront der geschichtsträchtige Felsen Le Morne Brabant, 556 Meter hoch und seit 2008 im Unesco Weltkulturerbe. Anlass ist seine tragische Geschichte: schon immer suchten die Sklaven auf dem Felsen Schutz vor ihren weißen Herren. Als Polizeitruppen am 1. Februar 1835 den Sklaven ihre Freiheit verkünden wollten, meinten diese, sie würden verhaftet werden und stürzten sich in den Tod. Heute ist der 1. Februar ein Gedenktag für das Ende der Sklaverei. Auch Touristen können sich auf den beschwerlichen Weg zum Gipfel machen und eine geführte Tour buchen. Die grandiose Aussicht auf die Insel, ihre Traumstrände und das Hochland ist die körperliche Anstrengung wert. 

Das Paradies wird bezahlbar

Exklusivität und Luxus zeichnen die Hotels auf Mauritius aus. Fast jeder Wunsch ist erfüllbar, von der privaten Katamaran-Tour über Butler-Service bis zum Helicopter-Service. Das hat seinen Preis und ist nicht für jedermann erschwinglich. Mittelklassehotels sind auf der Insel kaum zu finden. Dieses Segment besetzt seit letztem Jahr die spanische Hotelkette RIU mit drei Vier-Sterne-Hotels auf der Halbinsel Le Morne: Riu Le Morne, Riu Creole, Riu Coral. Mit einem 24-Stunden All inclusive-Konzept, das auf der Insel einmalig ist, wird die Trauminsel bezahlbar. Und es bleibt noch Budget für den ein oder anderen traumhaften Ausflug.

Infos:

Hotel www.riu.com

Wassersport, Tauchen, Katamaranfahrten und Delfinschwimmen bietet der Partner ScubaCaribe Mauritius an, der seine Basis neben dem Riu Creole hat.

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