Tomatensuppe mit Selerie

Ein Rezept von Einmal kochen zweimal schlemmen

Tomatensuppe mit Selerie

Foto: Naumann & Goebel Verlagsgesellschaft/TLC Fotostudio

Zubereitung

  1. Tomaten waschen

    Die Tomaten waschen, kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser überbrühen. Herausnehmen, kalt abschrecken und häuten. Stielansätze und Kerne entfernen und das Tomatenfruchtfleisch klein schneiden.

  2. Schälen, hacken, putzen

    Zwiebeln schälen und hacken. Staudensellerie putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Tomaten, Sellerie und Lorbeer hinzufügen und kurz dünsten. Gemüsebrühe zugießen und aufkochen.

  3. Köcheln und abschmecken

    Die Tomatensuppe ca. 30 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist, dann pürieren. Suppe mit Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken. Mit Basilikum bestreut servieren. Ein Drittel der Suppe beziehungsweise die Reste kalt stellen.

Einmal kochen - zweimal schlemmen - Kreative Resteverwertung

Einmal kochen - zweimal schlemmen - Kreative Resteverwertung

Von Silke R. Plagge

Ein wunderbarer Traum! Einfach den Mund öffnen und knusprig gebratene Hähnchen fliegen heran. So schön ist nur das Schlaraffenland. Tatsächlich muss das Essen täglich zubereitet werden. Und das macht oft viel Arbeit. "Jeder träumt davon, mit wenig Kochen wunderbare Ergebnisse zu zielen", sagt Kochbuchautorin Ira König. Doch wie gelingt es, ein gute Mahlzeit schnell und unkompliziert auf den Tisch zu bringen, ohne Fertigprodukte zu benutzen? "Wer selbst kochen kann, ist klar im Vorteil", sagt König, die unter anderem das Buch "Ich bring Dich zum Kochen: Wirklich einfache Rezepte für Ungeübte" veröffentlicht hat.

Durch Planung Zeit und Geld sparen

Wer Stress vermeiden möchte, sollte mit Plan einkaufen. Denn dann sei es gar nicht nötig, jeden Tag lange am Herd zu stehen. "Es ist wirklich hilfreich einen Wochenplan zu erstellen. So muss nicht mehr täglich überlegt werden, was denn gekocht werden muss." So ein Plan erleichtere nicht nur den Einkauf, sondern auch das Kochen. "Man kann sich beispielsweise überlegen, eine Tomatenhackfleischsoße in der vierfachen Menge zu kochen." Eine Portion kann noch am selben Tag zu Nudeln gegessen werden, die zweite wird am nächsten Tag mit Bohnen und Mais und einer Dose Tomaten ein deftiges Chili. Der Rest wird eingefroren, sodass für zwei Tage ein leckeres selbst gekochtes Essen schnell zubereitet werden kann.

Aus einem Teil des Gerichtes etwas Neues zaubern

Ira König rät dazu, Reste mit einzuplanen. "Brathähnchen- oder Putenbratenreste können am nächsten Tag mit Avocado, Tiefkühlerbsen, Frühlingszwiebeln, Limettensaft und Sweet-Chili-Soße ein exotischer Geflügelsalat werden." Übrig gebliebene Zucchinistücke vewandelt man mit Käse und verquirltem Ei in eine saftige spanische Tortilla und Reste von Reis- oder Grießbrei können zu Nocken geformt in Semmelbrösel gewendet und knusprig angebraten werden. "Nach dem Braten kurz in Zimt und Zucker wenden und dann mit Apfelkompott servieren", rät die Kochbuchautorin.

"Überlegen Sie vor der Verarbeitung, welche Bestandteile als Reste weiterverwendet werden können und welche nicht", erklärt auch Martin Kunz. Der Journalist hat gemeinsam mit Simone Varga-Kunz und Professor Karsten Fehlhaber das Buch "Verwenden statt verschwenden. Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen" veröffentlicht. Das Autorenteam betont, dass effiziente Verwertung nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont.

Restefest ohne Planung

Sehr oft fallen aber auch trotz kluger Einkaufsliste Reste an. Auf den Apfel hatte man einfach keinen Appetit, ein halbe Stange Lauch ist übrig geblieben und ein alter Käse liegt noch im Kühlschrank. Auch diese Reste sollten nicht einfach weggeworfen werden. "Aus jedem verzehrbaren Rest lässt sich nämlich etwas Leckeres machen", sagt Martin Kunz. Zunächst sei es wichtig, sich einen Überblick über den Inhalt des Kühlschrankes zu verschaffen. Welche Lebensmittel verderben als Erste, und welche in den nächsten Tagen? Oft reicht es, nur einige wenige Zutaten in den richtigen Mengen noch anzuschaffen. Haben die Läden bereits geschlossen, dann sei Zeit für Improvisation und Spontanität.

Lauch, Apfel und Käse könnten beispielsweise noch mit etwas Brot zu einem Brotauflauf werden. Auch viele andere Lebensmittel eignen sich für spontane Kochaktionen, das weiß auch Ira König. Eine reife Banane kann zu einem Curry umgewandelt werden, Pfannkuchenreste werden zu einer raffinierten Suppeneinlage.

Wer gar keine eigenen Ideen hat, kann auch auf moderne Technik zurückgreifen. Das Portal reste-essen.de bietet die Möglichkeit, in einer Suchmaske die verschiedenen vorhandenen Zutaten (etwa Käse, Eier, Schinken) einzugeben, dann werden mögliche Rezeptideen angeboten. Das Verbraucherministerium bietet auf der Seite zugutfuerdietonne.de einen ähnlichen Service. Hier kann zusätzlich auch eine kostenlose App mit über 120 Rezepten von Sterneköchen und prominenten Kochpaten wie Sarah Wiener, Johann Lafer und vielen Hobbyköchen heruntergeladen werden.

Foto: Naumann & Goebel Verlagsgesellschaft/TLC Fotostudio