Deutschlands Waldgebiet 2016

Usedomer Küstenwald ausgezeichnet

Der Küstenwald der Insel Usedom ist Waldgebiet des Jahres 2016. © Usedom Tourismus/Andreas Dumke

Der Usedomer Küstenwald wurde vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) mit der Verleihung des Titels "Waldgebiet des Jahres" geehrt. Laut Angaben des BDF wurde dieser Wald gewählt, „weil es hier in besonderer Weise gelingt, den hohen Besucherdruck sowie die wichtige Aufgabe des Küstenschutzes in Einklang mit Naturschutz und der forstlichen Nutzung zu bringen“.

Gleichzeitig soll mit der Auszeichnung auch den vor Ort tätigen Forstleuten gedankt werden.

Der Usedomer Küstenwald befindet sich im äußersten Nordosten der Bundesrepublik Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern. Er erstreckt sich auf der Insel Usedom entlang der Pommerschen Bucht, von der polnischen Grenze im Osten bis zum Peenemünder Haken, (Naturschutzgebiet seit 1925) im Westen. Das Waldgebiet umfasst etwa 5000 ha, davon 2600 ha Landeswald, 1650 ha Bundeswald, 500 ha Privatwald und 250 ha Kommunalwald. Der Landeswald befindet sich überwiegend im Besitz der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Der Sitz der Forstverwaltung, welches für die Nutzung und Pflege des Waldes verantwortlich ist, befindet sich im Ortsteil Neu Pudagla des Seebades Ückeritz, 

Die Baumartenpalette ist breit gefächert und umfasst etwa 50 Arten. Hauptbaumart ist mit etwa 60 Prozent die Kiefer, gefolgt von Rotbuche (12 Prozent) und Erle (sieben Prozent). Zu den Nadelwäldern haben sich vor allem Buchen, Eichen, Ebereschen und Ahorn gesellt, so dass naturnahe Mischwälder mit einer hohen Artenvielfalt entstanden sind. So befinden sich hier u.a. 55 ha Feuchtbiotope, 54 ha Altholzinseln, 31 ha Waldwiesen und zwei ha Kleingewässer. Insgesamt sind im Usedomer Küstenwald in sechs FFH-(Flora-Fauna-Habitat) Gebiete zum Erhalt der biologischen Vielfalt, 1 SPA-(Special Protected Area) und vier Naturschutzgebiete von 1720 ha Fläche unter Schutz gestellt. Eine wichtige Rolle spielen Entsiegelung, Renaturierung und der Rückbau baulicher Anlagen im Wald. So konnte in den in den letzten 20 Jahren im Küstenwald der Insel Usedom auf ca. 100 ha Gebäude zurück gebaut und die Flächen renaturiert werden. z.B. Teile des Zeltplatzes Ückeritz, der vor 25 Jahren der größte Zeltplatz Europas war. Der Usedomer Küstenwald verfügt insgesamt über etwa 70 km Wanderwege, 60 km Radwege und 30 km Reitwege. Hinzu kommen Kutschwege, Terrainwege der Kurkliniken und Trimm-Dich-Pfade der Seebäder.

Natururlaub gehört zu den beliebtesten Urlaubsarten der Deutschen. So kommen laut einer Studie des Tourismusverbandes 91 Prozent der Reisenden nach Mecklenburg Vorpommern, um im Urlaub Natur zu erleben. Daher ist die touristische Nutzung des Waldes mit den forstwirtschaftlichen Zielen in Einklang zu bringen. So befinden sich im Usedomer Küstenwald acht Waldparkplätze, sechs Campingplätze, 15 Schutzhütten, 30 Verweileinrichtungen sowie sieben Lehrpfade. Um das Wissen um die Natur Einheimischen und Gästen zu vermitteln, veranstaltet das Forstamt in den Wäldern Usedoms Waldolympiaden für die Grundschulen der Region, Fledermausnächte im Forsthof oder Waldwandertage für Kinder. Jährlich nehmen insgesamt etwa 1000 Erwachsene und Familien sowie 700 Kinder und Schüler an Waldführungen der Inselförster teil. Im Naturpark Insel Usedom werden in der Saison täglich Naturführungen durch ausgebildete Naturparkführer angeboten.

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