Unterwegs mit künstlichem Kniegelenk

Neues Knieimplantat machte Kanufahrer Jürgen Wittek wieder fit

Jürgen Wittek aus Neubulach litt bereits mehrere Jahre unter starker Arthrose im rechten Knie, als er sich im Sommer letzten Jahres in der Sportklinik Stuttgart in Behandlung begab. „Ich bin begeisterter Kanufahrer, mache schon seit mehr als dreizehn Jahren aktiv Kanusport.

Doch irgendwann ging gar nichts mehr, selbst das Ein- und Aussteigen aus dem Boot war eine Qual“, erzählt der 57-Jährige. Medizinische Tests und Kernspintomographien mehrerer Ärzte und Kliniken deuteten darauf hin, dass ein künstliches Kniegelenk unumgänglich war. „Ich sah auf dem CT, wie ein Knochen auf den anderen rieb, dazwischen war gar kein Knorpel mehr“, erinnert sich der engagierte Sportler.

Fast zwei Jahre suchte Jürgen Wittek trotz starker Schmerzen nach der für ihn richtigen Behandlungsmethode und traf schließlich auf den Kniespezialisten PD Dr. Johannes Beckmann der Sportklinik Stuttgart, bei dem er auf Anhieb ein gutes Gefühl hatte. Dr. Beckmann empfahl ihm ein in Deutschland noch relativ neues Knieimplantat. Denn: Wie gut ein Knie nach der operativen Behandlung funktioniert, hängt nicht nur von der Erfahrung des Chirurgen, sondern auch vom verwendeten Knieimplantat ab. „Bislang gab es eine Standardprothese in sechs verschiedenen Größen“, erklärte der erfahrene Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie seinem Patienten. „Damit die Prothese zwischen Schienbeinkopf und Oberschenkel richtig sitzt, muss der Knochen während der Operation angepasst werden – manchmal mit erheblichem Verlust an Knochenmasse.“ Bei der neuen Maßprothese läuft es genau umgekehrt. „Mit einem individuell angepassten und für den Patienten maßgeschneiderten Knieimplantat kann Knochen erhalten werden und die ursprüngliche Situation besser rekonstruiert werden als mit standardisierten Prothesen“, so Dr. Beckmann. Im Vergleich zu Prothesen von der Stange punkten die individuellen Knieimplantate mit sehr guter Passform, Knochenerhalt und „Zwischengrößen“ zwischen den herkömmlichen Standardprothesen. Einzig die Haltbarkeit sei laut Dr. Beckmann bis dato nur schätzen, denn die Produkte sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt.

Drei Mal die Woche auf`s Wasser

Im August letzten Jahres war es soweit: Die spezielle „Zwischengröße“, ein einseitiges Knieimplantat namens Schlittenprothese mit jedoch zusätzlichem Gleitlagerersatz hinter der Kniescheibe, das Herr Wittek benötigte, wurde zunächst in den USA maßgefertigt und dann in die Stuttgarter Sportklinik gesendet. Dr. Beckmann ersetzte innerhalb einer knapp einstündigen OP die beschädigte Knorpeloberfläche durch das Implantat. Der Knochen konnte dank der Anpassung des Knieimplantats weitgehend erhalten werden. „Direkt am Nachmittag nach der OP durfte ich das Knie wieder voll belasten“, erzählt Jürgen Wittek. „Ich konnte mein Knie auch nach wenigen Tagen schon wieder um knapp 130 Grad beugen. Das machte mir Mut, jetzt wollte ich schnell wieder richtig fit sein für meinen Lieblingssport.“ Jürgen Wittek begab sich direkt in die ambulante Reha, gab Gas auf dem Ergometer-Fahrrad, ging an seine Grenzen. „Mein Motto war: Von nichts kommt nichts. Nach vier Wochen fuhr ich 10 Minuten auf 200 Watt auf dem Ergo-Rad, hatte Bewegungstraining, Muskellockerung und Lymphknotenmassage an der Sportklinik“, erzählt er. Heute ist er wieder fast in alter Form, wie er sagt. Und dankbar. „Für mich war das lange Abwägen richtig. Ich bin mit meinem neuen Knieimplantat nicht nur schmerzfrei unterwegs, sondern kann wieder drei Mal die Woche auf`s Wasser“, so der begeisterte Kanufahrer.

Computertomographie und modernste Computertechnik wie 3D-Drucker ermöglichen die Fertigung solcher patientenindividueller Knieimplantate. Außerdem erhält der Chirurg ein spezielles, für jeden Patienten individuell hergestelltes Instrumentarium für die OP. „Aus unserem eigenen Klientel wissen wir, was den Patienten beim herkömmlichen Gelenkersatz zu schaffen macht: Das Knie ist oft instabil oder die Prothese sitzt zu straff, die Achse ist nicht korrekt oder das natürliche Kniegefühl fehlt“, sagt PD Dr. Beckmann. „Mit den neuen, patientenindividuellen Knieimplantaten können genau diese Probleme angegangen werden.“ (wellness-tribune.de)

Anzeige

Newsletter

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Newsletteranmeldung

Kurzartikel

Wir sind noch sicherer

Wir haben die Sicherheit im Datenaustausch zwischen wellness-tribune.de und Ihnen erhöht und unser System von http auf https umgestellt. wellness-tribune wird nun von Ihrem Browser als sicher erkannt, was zu einem schnelleren Datenaustausch führt und damit zu einer für Sie vorteilhaften, verkürzten Ladezeit. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß beim Lesen unseres Onlinemagazins.

Ihr

wellness-tribune-Team

Wellness-Tribune Trinkplan

Trinken ist wichtig. Doch leider trinken wir oft zu wenig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dem Körper täglich bis zu 1,5 Liter Wasser zuzuführen. Schaffen Sie das? Mit dem Wellness-Tribune Trinkplan behalten Sie den Überblick. Drucken Sie Ihren persönlichen Trinkplan jetzt aus und streichen Sie für jedes getrunkene Glas Wasser (250 ml) einen Stern. Sie werden sehen: Durch diese Selbstkontrolle wird die Flüssigkeitszufuhr rasch zur Gewohnheit.