Küchle

von Kerstin Rentsch

 

© www.bayern.by /Tobias Gerber

"Die Küchle sind ein typisches fränkisches Gebäck, das zu den Austragskuchen gehört. Das heißt, es wird zu Taufen, Konfirmationen oder Hochzeiten in die Nachbarschaft oder Verwandtschaft `getragen`. Viele Familien backen sie aber auch heute noch zu Fasching. Obwohl der Trend jetzt schon eher in Richtung Berliner als Faschingsgebäck geht", sagt Kerstin Rentsch

Zubereitung: Küchle

Vorteig zubereiten

Aus Hefe, etwas Zucker und Milch einen Vorteig zubereiten, diesen 20 Minuten ruhen lassen. Restliche Teigzutaten einarbeiten und kräftig schlagen bis Blasen entstehen. 30 Minuten ruhen lassen. 

Portionen abstechen

Mit einem Löffel aus dem Teig tennisballgroße Portionen abstechen und auf einer Holzplatte zu glatten Kugeln formen. Auf bemehlter Arbeitsplatte 20 Minuten gehen lassen. Damit keine Risse entstehen, ist es ratsam die Oberfläche der Teigkugeln mit etwas Öl zu bestreichen oder mit einem Küchentüchlein abzudecken. 

Im Fett backen

Ausbackfett in einem großen Topf auf 175-180 Grad erhitzen. Jetzt werden die Teigkugeln vorsichtig auseinander gezogen, so dass die Mitte möglichst dünn ist aber nicht zerreißt und sich ein schöner Rand bildet. Sofort vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen. Mit Fett beschöpfen und nach etwa zwei bis drei Minuten umdrehen und fertig backen. Herausnehmen und zum Abtropfen auf ein Kuchengitter oder Papierküchentuch legen. 

Servieren

Vor dem Servieren dick mit Puderzucker bestäuben. 

Autor

Kerstin Rentsch

 

© www.bayern.by /Tobias Gerber

Kerstin Rentsch besitzt einen eigenen Hofladen mit Café. Sie gibt Kochkurse und kennt die traditionelle bayerische Küche. In ihrem Kochbuch "Mit Leib und Seele" geht es um alte Rezepte aus ihrer Heimatregion.