Schlafen in der Klosterzelle

Im Kloster Hornbach nächtigen die Gäste hinter historischen Gemäuern

Von Karin-Katzenberger-Ruf

Hornbach. Schlafen in der Klosterzelle, speisen im Refugium, spazieren im Kräutergarten... Im Kloster Hornbach in der Südwestpfalz ist das seit dem Jahr 2000 möglich. Damals wurde aus dem Kloster unter Regie von Edelbert und Christiane Lösch ein Hotel mit 34 Zimmern und Suiten, das gewissermaßen aus Ruinen auferstand. 

Der Heilige Pirminus (auf den der Name der nahe gelegenen Stadt Pirmasens zurückgeht) gründete das Benediktinerkloster im Jahr 742. So wurde Hornbach zu einem bedeutenden geistigen und kulturellen Zentrum nahe der französischen Grenze und blieb es bis zur Auflösung der Abtei 1558. Danach wurde das Kloster unter anderem als Schule genutzt. Noch bevor im Jahr 1992 die 1250-Jahrfeier anstand, gab es erste Überlegungen, das Kloster von Grund auf zu restaurieren. Dafür gab es staatliche Unterstützung, doch es war auch noch jede Menge Eigenleistung zu erbringen.

Doch für das Ehepaar Lösch war das Konzept von Anfang an klar: Die historische Klosteranlage sollte erhalten und mit viel Liebe zum Detail ergänzt werden. Etwa was die Ausstattung der Zimmer und Suiten betraf, bei der traditionelle Baustoffe wie Holz, weißer Putz oder Ziegeltonplatten zum Einsatz kamen. In Kooperation mit dem Hamburger Innenarchitekten Ralph Flum wurden die Pläne Realität. Hotelzimmer gibt es nicht nur im Hauptgebäude, sondern auch im benachbarten Alten Schulhaus, im Nikolausturm und in der Remise.

Auch eine Klosterschänke und ein Biergarten gehören zu dem Areal. In Prospekten über das Kloster Hornbach verraten Edelbert und Christiane Lösch: „Eher durch Zufall oder vielleicht doch durch höhere Fügung sind wird auf dieses über 1250 Jahre alte Kloster gestoßen. Von da an konnten wir uns der Ausstrahlung und Kraft dieses Ortes nicht mehr entziehen. Vor unserem geistigen Auge sahen wir Gäste eintreffen und Tagungen, Veranstaltungen und Hochzeiten stattfinden. Heute sind wir sicher, dass auch unsere Gäste diese Atmosphäre spüren und sich wohl fühlen werden...“

Wenn dann im Frühstücksraum dienstbare Geister in neuzeitlichen Mönchskutten Kaffee einschenken oder das Buffet mit Köstlichkeiten bestücken, dürfen besagte Gäste das ganz entspannt genießen. Das Einzelzimmer gibt`s ab 118 Euro. Anfang 2011 eröffnete das Ehepaar in einem Landhaus in Nachbarschaft des Klosters das Hotel „Lösch für Freunde“. Dort entstanden 15 Zimmer beziehungsweise „Wohnwelten“ zwischen 31 und 85 Quadratmetern, die die „Löschs“ nach Ideen und gemäß dem Lebensstil von 15 ihrer Freunde gestalten ließen. Unter anderem dienen Küche und Esszimmer als „Gemeinschaftsraum“. Dort trifft man sich zum Frühstück oder zum Drei-Gänge-Menü am Abend, das der „Koch im Haus“ zubereitet. Bei einem Zimmerpreis ab 175 pro Person und einer Miete von 6100 Euro pro einer Nacht für das gesamte Haus (bei drei Nächten kostet das nur noch 4500 Euro) sind die Mahlzeiten inklusive.

Info: www.kloster-hornbach.de, Telefon 06338/91010-0 und www.loesch-fuer-freunde.de, Telefon bei gleicher Vorwahl 91010-200.

Tipp: Im Museum "Historama" wird die rund 1200-jährige Geschichte des Klosters anschaulich dokumentiert. Das Museum ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Telefon: 06338 809153, Homepage: www.historama-hornbach.de

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